Gast-Blog: Szenario ohne Sieger

Von V_Silverwings

Von dem Tag an, an dem man zum ersten Mal das Deck seines Raumschiffes betreten hat, musste man sein Können viele Male unter Beweis stellen und ist nach und nach in den Rängen aufgestiegen. Deine Crew stand dir während unzähliger Herausforderung stets treu zur Seite…
Aber standest du jemals Auge-in-Auge mit einem Szenario ohne Sieger? In Star Trek Online bietet sich für Spieler, deren Charakter Level 50 erreicht, die Chance an einer Variante der ursprünglichen „Szenario ohne Sieger“-Simulation teilzunehmen, die in der Geschichte Star Treks von jenem einen Captain gemeistert wurde.

„Ich glaube nicht an ein auswegloses Szenario, ich verliere nicht gerne.“ – Captain James T. Kirk

Das Ereignis „Szenario ohne Sieger“ wurde im Juli 2012 als Teil der 6. Staffel gestartet. Es wurde als wahrlich auswegloses Szenario entwickelt und war darauf ausgelegt, dass Spieler nicht weiter als Level 6 oder 7 kämen. Die Mission wurde nicht künstlich unmöglich gemacht, mit einem Team konnten durchaus alle 10 Level bestanden werden. Mit jedem Level steigt der Schwierigkeitsgrad weiter an und ebenso die Belohnung an Flottenmarken. Dies ist eine durchaus profitable Möglichkeit, Flottenmarken zu sammeln, sollte sich das Team gut genug koordinieren können, um spätere Level heil zu überstehen.

Zusätzlich zu den Flottenmarken warten sechs Auszeichnungen und vier Titel auf die Bezwinger späterer Level. Sollte eine Gruppe die letzten drei Level überstehen, dann weiß es sogar der ganze Server. Eine Servermitteilung verkündet die gute Kunde an alle STO-Spieler.

In der Simulation geht es für ein Team aus 5 Spielern darum, einen Ziviltransport so lange wie möglich gegen eine zufällige gegnerische Rasse zu verteidigen, die in Wellen von vielen Flanken aus angreifen. Erschwerend zu dem steigenden Schwierigkeitsgrad sieht sich die Gruppe einer weiteren Bedrohung gegenüber: Plattformen mit bioneuralen Sprengköpfen. Diese bewaffneten Türme können sich nicht nur selber reparieren, sondern feuern Salven bioneuraler Sprengköpfe mit verheerendem Schaden ab.

Das erste Team, das dieses Szenario Ende 2012 meisterte, war nach langer Schlacht überglücklich, aber genauso ausgepowert. Später wurde ein Walkthrough für die Community angelegt, der von einer kleinen Gruppe ausgeklügelter Strategen immer weiter ausgebaut wurde.

Kurzfassung der Strategie

Ein wichtiger Bestandteil ist die Kommunikation im Team. Es benötigt eine führende Kraft, auf die sich das Team verlassen kann und der sie folgt. Mit voranschreiten des Ziviltransports zeigt sich ein sich wiederholendes Muster in den Angriffen von den vier Seiten. Jede Seite sollte von einem Spieler bewacht werden, das fünfte Mitglied nimmt eine unterstützende Rolle ein und erhöht die allgemeine Feuerkraft. Nach einigen Tests bildet sich ein weiteres Muster ab: solange noch ein feindliches Schiff besteht, gilt das Level als nicht abgeschlossen und die Einheiten des folgenden Level werden nicht hineingewarpt, um den Angriff auf den Transporter zu starten. Die Möglichkeit, sich auf das nächste Level vorbereiten zu können, revolutionierte die Rolle des fünften Spielers. Der als „Floater“ bekannte Spieler – zuständig für die Unterstützung der anderen vier – bekam die Verantwortung übergeben, ein gegnerisches Schiff vor der Zerstörung zu wahren, sodass sich das Team auf den nächsten vollen Angriff einstellen kann. Und diese Methode ist der Schlüssel zum Erfolg in den späteren Leveln. Ganz besonders kommt es beim letzten Level zu tragen, diese Taktik ist quasi unumgänglich.

Als Team zusammenarbeiten

Ebenso wichtig ist die Rollenverteilung der Teammitglieder. Jeder, der eine Flanke oder ein Schiff angreift, muss den Floater auf dem Stand der Dinge halten. Ist man bereit für den nächsten Angriff? Braucht man noch ein paar Sekunden? Benötigt man Hilfe auf seiner Seite? Braucht man Ersatz, sollte man sein Schiff verloren haben und eine Flanke droht einzubrechen? Kommunikation ist der Schlüssel. Ein Spieler an der Flanke sollte den Floater zudem wissen lassen, auf welcher Seite er den Transporter beschützt, es kann manchmal schwierig werden, schnell zu reagieren, wenn man erst nachdenken muss, wo welcher Spieler stationiert wurde. Und für den Floater ist es wichtig, dass er weiß, ob sein Team für das letzte Schiff bereit ist und im Moment der Not am richtigen Ort zu sein. Genauso ist das Team für die Reparatur des Transporters und der eigenen Schiffe verantwortlich.

Wie sieht eine gute Zusammensetzung aus?

Zwei wichtige Aspekte müssen beachtet werden: Flächenschaden und Crowd Control. Das finale Level besteht aus vier Flanken á 15 Schiffe, Flächenschaden ist nun Gold wert. Dies spielt Schiffen mit taktischen, auf Kanonen basierenden Kräften, in die Karten und Fähigkeiten wie Kanonenstreusalve, Torpedostreuung und verschiedene Angriffsmuster werden sehr effektiv.

Es ist nicht nur wichtig, die Gegner vom Transport fern zu halten, sondern sie auch nahe beieinander zu haben. Je mehr sich die Gegner verteilen, desto schwieriger wird es sie nach und nach auszuschalten. Hierzu bietet sich die Gravitationsquelle an (eine Fähigkeit eines Lt. Commander der Wissenschaft), so werden feindliche Schiffe zueinander gezogen und der Flächenschaden kann sein ganzes Potential ausspielen. Zudem verwandelt sich jedes zerstörte Schiff in eine kinetische Flächenexplosion, die massiven Schaden an Schiffen ohne Schilde nahe der Singularität der Gravitationsquelle verursacht.

Traktorstrahlrepulsoren werden zu einem vielseitigen Werkzeug, können sowohl direkten Hüllenschaden verursachen, aber auch Feinde vom Transporter fernhalten. Mit der gezielten Verwendung der Traktorstrahlrepulsoren kann bioneuralen Sprengköpfen der Garaus gemacht und gleichzeitig Feinde im Feuerbereich der Frontwaffen gehalten werden.

Es gilt sich auf den kombinierten Angriff von gegnerischen Schiffen als auch bioneuralen Sprengköpfen einzustellen, Panik bedeutet Niederlage. Jeder Spieler sollte sich darauf konzentrieren, sich selbst anstatt andere oder den Transporter zu heilen. Ausrüstung, die sich auf starke Verteidigung und Widerstände spezialisiert, ist mehr als willkommen.

Beispiel: Flotte: Verbessertes Eskortschiff
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  • Waffen vorne: Schwere Dual-Kanonen und ein Torpedo (romulanische Hyper-Plasmatorpedos, romulanischer Ruf, ist ideal da es die Aufmerksamkeit der Sprengköpfe auf sich zieht.)
  • Waffen hinten: Geschütztürme (Kinetischer Schneidstrahl optional)
  • Technische Konsolen: Jede Widerstands- oder Universalkonsole (z.B. Assimilierte Konsole).
  • Wissenschaftliche Konsolen: Jede romulanische Wissenschaftskonsole, die mehrere Boni gewährt (aus der Flottenbotschaft).
  • Taktische Konsolen: Konsolen für Energiewaffenschaden.
  • Schiffsausrüstung: M.A.C.O Schild/Deflektor/Antrieb (Omega-Ruf, ein ideales defensives Set, das dem Spieler den „Starken Gravitonenstrahl“ gewährt, der ein einzelnes Schiff bestens beschützt).

*Dieses Setup kann einfach an andere Schiffe angepasst werden, wie dem romulanischen Dhelan-Warbird und den klingonischen Birds-of-Preys.

Zusammenfassung und letzte Worte

Als das Ereignis eingeführt wurde, glaubten nur wenige daran, dass es zu schlagen sei. Es ist ein richtig geiles Gefühl, das Szenario ohne Sieger zu schlagen, ein Ereignis, das durchgehend gutes Teamwork und Organisation abverlangt. Ich hoffe, dass dieser Blog mehr Leute dazu antreibt, sich einmal diesem Ereignis mit Freunden oder Flottenmitgliedern zu stellen. Geduld und Durchhaltevermögen wird auf die Probe gestellt, aber gebt nicht auf, glaubt nicht an ein auswegloses Szenario!

Für weitere Infos über das Szenario ohne Sieger empfehle ich euch den Walkthrough (http://sto.gamepedia.com/Mission:_No_Win_Scenario/Walkthrough) – er hat schon sehr vielen Teams mehr als nur geholfen. Danke an alle, die dazu beigetragen haben, das Szenario ohne Sieger schlagen zu können, besonderen Dank an dich, The_Epsilonian, für deine Zusammenarbeit an diesem Blog.

Ich wünsche euch viel Glück!

– @V_Silverwings

Quelle: Startrekonline.com

    

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